Alice Springs

Am Dienstagmorgen mussten wir unser schönes Hotelzimmer in Darwin wieder abgeben, und uns auf eine neue Stadt und eine neue Herausforderung, eine vier Tages – Tour ins australische Outback einstellen.

Da wir erst am Nachmittag abfliegen konnten, verbrachten wir die Zeit mit etwas bummeln durch Darwin und an unserem Reisebericht zu arbeiten. Gegen 12:00 Uhr bestellten wir ein Taxi welches uns zum Airport brachte.

Beim Check-in gab es die erste Überraschung, denn die Buchung für unser Zusatzgepäckstück war verschwunden. Nach einigem hin und her konnte die freundliche Mitarbeiterin von Qantas die Buchung doch noch finden und wir konnten unsere Boardingkarten in Empfang nehmen.

Auf dem Flug, welcher knapp über 2 Stunden dauerte wurden wir wiederum, von sehr aufmerksamen Stewardessen mit Getränken Kopfkissen und Decken versorgt. Die Zeit verging wie im Fluge Jund wir landeten in Alice Springs. Nach dem Empfang unseres Gepäcks fuhren wir zu unserer Unterkunft in die City von Alice. Beim Empfang wurden wir gefragt ob wir auf Englisch oder auf Deutsch einchecken wollten, denn der Mitarbeiter an der Rezeption war ein junger Deutscher welcher hier arbeitet.

Leider hatte uns unser „deluxe Zimmer“ ein wenig enttäuscht, da wir von Darwin her schon ein bisschen verwöhnt waren. Wir waren zum Glück nur als Zwischenstopp hier, so dass wir darüber hinwegsehen konnten. Etwas später machten wir uns auf die Suche nach einer Essgelegenheit, welche wir auch ganz in der Nähe fanden. Gestärkt mit panierten Schnitzel und Spaghetti Bolognese machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel.

Am nächsten Tag erkundeten wir nach einem Kaffee Alice weiter und besuchten unter anderem das Museum der Royal Flying Doctor Service, welches uns die Arbeit dieser in Australien sehr wichtigen Institution näherbrachte. Den Rest des Tages verbrachten wir wiederum mit dem Entdecken dieser kleinen übersehbaren Stadt. Gegen Abend bereiteten wir unseren Rucksack vor, damit wir am nächsten Morgen um 06:00 Uhr unsere Red Center Adventure Tour starten konnten.

 

Es geht los Red Center Adventure Tour 13.9 – 16.9.2018

Pünktlich um 06:05 Uhr fuhr unser Tourbus vor dem Hotel vor um die wartenden Gäste abzuholen. Der Bus war schon gut besetzt, so dass wir es uns auf der hintersten Reihe bequem machten, was im Nachhinein nicht die beste Entscheidung war, da wir über der Hinterachse sassen und diese bei einem Offroadbus ziemlich hart gefedert ist. Wir fuhren noch ein weiteres Hotel an, bevor die Tour in Richtung Uluru und Kata Tjuta Nationalpark startete. Nach drei Zwischenstopps unter anderem auf einer Kamelfarm, bei der man auf einem Dromedar reiten konnte, sind wir gegen Mittag in unserem ersten Camp angekommen. Die Crew die uns betreute bestand aus vier Guides wovon zwei für unser leibliches Wohl sorgten. Während wir den Ausführungen über den Ablauf des ersten Tages lauschten, sorgten die beiden Köche für unser Mittagessen Chicken Wings mit Salat. Am frühen Nachmittag fuhren wir in Yulara Airport um noch weitere Teilnehmer abzuholen. Nun war unsere Reisegruppe komplett mit 22 Teilnehmern welche aus Australier, Engländer, Holländer, Belgier, Österreicher, Deutschen und natürlich uns beiden Schweizer bestand.

Der erste Stop führte uns zu den Kata Tjuta (Olgas) einer Gebirgsformation welche wir auf einem zwei Stunden Walk erkunden konnten. Während dieser Wanderungen erfuhren wir viel über die Entstehung dieser Gebirge und dessen die Bedeutung für die Ureinwohner. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zum Uluru um bei einem Glas Sparkling Wine den Sonnenuntergang am Ayers Rock zu geniessen. Es war ein eindrückliches Schauspiel den Wechsel der Farben zuzusehen und zu erleben. Anschliessend ging es zurück zu unserem Camp, wo wir mit einem guten Abendessen unserer Küchencrew verwöhnt wurden, es gab unter anderem ein sehr gutes Kängurugulasch mit Kartoffelstock und Couscous. Nach dem Abendessen wurden die Unterkünfte zugewiesen und das Programm für den nächsten Tag vorgestellt. Tagwache um 04:45 Uhr, damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Uluru waren.

Uluru

Am Morgen fuhren wir um 05:30 Uhr in Richtung Ayers Rock ab um die aufgehende Sonne nicht zu verpassen. Am Berg angekommen bereiteten wir uns auf den Base – Walk von etwas über 10 km vor.

Wir wurden noch auf einige Besonderheiten, welche wir auf dem Weg um den Uluru beachten sollten, wie z.B. ein Verbot von fotografieren auf gewissen Abschnitten, welche den Aborigines besonders heilig sind aufmerksam gemacht. Wiederum wurden wir von unserm Guide auf die verschiedensten Pflanzen und Besonderheiten in den jeweiligen Abschnitten hingewiesen und es wurde uns auch immer wieder auf etwas aufmerksam gemacht, wie ein Dornteufel, welchen man nur sehr selten zu Gesicht bekommt, da er sehr schwer zu erkennen ist. Wir waren wiederum von dem Farbenspiel, welches die aufgehende Sonne am Berg erscheinen liess, fasziniert. Nach der Wanderung hatten wir noch eine Führung mit einer Aborigine welche uns Alltagsgegenstände, Gebräuche und die Malereien am Uluru näher brachte. Am Mittag fuhren wir zurück in unser Camp wo wir mit Känguru – Burgern verwöhnt wurden. Den Nachmittag verbrachten wir wieder mit Autofahren zu unserem nächsten Übernachtungsort im Kings Canyon Resort. Dort angekommen genehmigten wir uns als erstes einen ausgiebigen Apéro mit den anderen Teilnehmern der Tour und kamen uns bei dieser Gelegenheit noch ein Stück näher. Mit einem fantastischen Curry wiederum von unserem tollen Küchenteam gekocht, lauschten wir den Ausführungen der Guides zu, welche uns wieder mit der Tagwache um 05:00 überraschten. Unter Protesten der Teilnehmer verschob der Fahrer die Abfahrtszeit um 30 Minuten so, dass wir eine halbe Stunde länger im Zelt liegen bleiben konnten, denn der Kings Canyon war das Ziel des nächsten Tages.

Kings Canyon

Wir starteten am frühen Morgen zum Kings Canyon um wiederum bei Sonnenaufgang unsere Wanderung beginnen zu können. Auf dem Plan stand der Canyon Rim Walk, welcher uns während etwa vier Stunden rund um den Canyon führte. Am Anfang stand uns ein steiler Aufstieg über eine steile Naturtreppe hinauf zum Rand des Canyons. Oben angekommen haben wir zuerst die herrliche Aussicht genossen, bevor wir weitergingen. Wiederum wurde dieser Walk mit vielen Ausführungen des Guides, welche er an besonders schönen Aussichtspunkten hielt, ergänzt. Da dieser Walk der „Lieblings – Walk“ unseres Guides war, hatte er uns sehr detailliert über den Watarrka Nationalpark und die Entstehung erzählt. Wir waren erstaunt wie abwechslungsreich sich der Kings Canyon war und wie unterschiedlich die verschiedenen Abschnitte waren durch welche wir wanderten. Besonders gut hat uns der Garden of Eden gefallen mit einem Waterhole, welches hier eine sehr schöne Vegetation zum Blühen bringt. Nach etwas mehr als vier Stunden Wanderung waren wir froh wieder in unser Bus einzusteigen und zum Lunch in das Camp zu fahren. Am Nachmittag hiess es wieder das Camp verlassen und in Richtung Alice Springs zu fahren, wo die letzte neue Unterkunft auf uns wartete. Nach drei weiteren Stops erreichten wir Alice und ein Teil der Gruppe verliess uns, da diese nur einen drei Tages Trip gebucht hatten. Als diese in ihren Unterkünften abgeladen waren verblieben noch sieben Teilnehmer im Auto und wir wurden in ein Hostel gefahren wo wir übernachteten. Wir verbrachten den Abend mit den anderen gemütlich beim Abendessen und beim Schlummertrunk.

West MacDonnell Ranges

Der letzte Tag führte uns in die West MacDonnell Ranges zu welchem wir auch wieder um 06:30 Uhr abgeholt wurden. Langsam hatten wir vom frühen Aufstehen genug und waren froh, dass dies der letzte Tag unserer Tour war, denn die vielen Eindrücke welche wir auf unserer Reise erfahren haben konnten wir noch gar nicht alle verarbeiten und viele neue kamen noch hinzu. Wir fuhren wiederum viele Lookouts an bevor wir an den Glen Helen Gorge fuhren. Wir wanderten einem Flussbett entlang und dank unserer kundigen Führer, sichteten wir schon kurz darauf die ersten Rock Wallabys. Es ist erstaunlich wie sich diese Tiere in den Felsen bewegen und dank ihrer rotbraunen Farbe fast nicht zu erkennen sind. Ganz am Ende des ausgetrockneten Flusslaufes war wieder ein Wasserloch an welchem sich sobald die Menschen wieder gegangen sind die Wallabys und die anderen Tiere aufhalten. Weiter ging es an den Old Men River, wiederum ein Waterhole an welchem sich sobald der Wasserstand absinkt, sich Salzkristalle bilden, da dieses Gewässer durch Ausspülungen am Felsen salzhaltig ist. Da dies der letzte Tag war, fiel unser Lunch diesmal nicht so üppig aus wie in den letzten Tagen, sondern es wurden noch die letzten Tacos vom Vortag, Salat und Schinken angeboten. Am Nachmittag machten wir noch einen Stop am Ellery Creek Big Hole, einem ständig wasserführenden Teich mit Sandstrand und Bademöglichkeit und einem weiteren Stop am Ochre Pits einer für die Urbevölkerung ebenfalls heiligen Stätte, an welche Oker für Kunstwerke und Hautbemalung gewonnen wurde. Kurz vor Alice Springs hielten wir noch am Denkmal von John Flynn, dem Gründer der Royal Flying Doctor Service und auf dem Anzac Hill, von wo aus man einen Rundumblick auf Alice Springs und die in der Ferne liegenden McDonnell Ranges. Am Ende des Tages verabschiedeten wir uns am selben Ort von wo aus wir gestartet waren, von unseren Guides und bezogen dasselbe Zimmer welches wir schon vor vier Tagen hatten. Den Abend verbrachten wir mit den Umpacken unseres Gepäcks und einem gemütlichen Abendessen, bevor wir todmüde ins Bett fielen und von unserem neuen Ziel Sydney träumten.

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