Shark Bay – Exmouth – Karratha – Port Hedland

Wir verliessen Denham an der Shark Bay am frühen Morgen, denn wir hatten eine 700 km Etappe vor uns. Wiederum fuhren wir auf dem North West Costal Highway nordwärts in Richtung Exmouth. Die Landschaft dieser Strasse entlang unterscheidet sich nicht gross von der bisherigen Strecke. Büsche, Bäume, bunte Blumenfelder, hin und wieder ein totes Känguru am Strassenrand. Ja, seit fast 1800 Kilometer der Westküste entlang, haben wir noch kein lebendes Känguru gesehen, aber wir haben ja noch etwas Zeit.

Es erstaunt uns immer wieder wie weitläufig dieses Land ist und wie wenig Verkehr auf diesen Highways herrscht. Ab und zu kommt dir ein Roadtrain mit 2 oder 3 Anhänger entgegen oder ein anderer Tourist mit seinem Allradfahrzeug mit Wohnwagen oder Boot im Schlepptau. Ich glaube, die Australier campieren noch lieber als die Holländer.

Bis auf einen Tankstop verlief diese Etappe wiederum ohne Probleme.  Zwischen Coral Bay und Exmouth sind uns entlang der Strasse viele Termitenhügel aufgefallen, welche die Landschaft doch sehr eindrucksvoll veränderten.

Wir erreichten unser Ziel kurz nach 16:00 Uhr und checkten etwas ausserhalb von Exmouth auf dem Ningaloo Lighthouse Holiday Park für 3 Nächte ein. Beim erkunden des Campingplatzes stellten wir fest, dass wir gerade richtig zur Happy Hour gekommen sind und genehmigten uns eine Erfrischung.

 

 

22.8.2018

Am nächsten Morgen nach dem ersten Kaffee sind wir nach Exmouth gefahren um unsere langsam zur neige gehenden Vorräte wieder aufzufüllen. Wir erkundeten das kleine Städtchen, welches auch eine kleine Brauerei hat, wo wir auch etwas zum Bier gegessen haben, ausgiebig bevor es wieder zurück auf unseren Campingplatz ging. Wir liesen den Abend mit einem Glas Wein ausklingen und überlegten uns, was wir am nächsten Tag unternehmen könnten.

 

23.8.2018

Heute morgen machten wir uns, nach dem Kaffee, auf den Weg zum Strand, welcher gegenüber des Campingplatzes ist. Der Sandstrand war Menschenleer und wir konnten das Meer und die Wellen geniessen.

Da das Ningalooreef nur ein paar hundert Meter vom Strand weg ist, konnten wir von unserem Standort Buckelwale und Delfine beobachten. Es ist absolut faszinierend diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Leider hatten wir keinen Fotoapparat zur Hand um dies zu dokumentieren, aber die schönsten Erinnerungen haben wir in uns.

Zurück vom Strand machten wir es uns vor dem Camper gemütlich, assen etwas Kleines und genossen die australische Sonne. Am Abend grillierten wir uns wieder ein gutes Porterhouse-Steak und liessen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen.

 

24.8.2018

Heute geht es wieder auf eine längere Etappe in Richtung Norden unser Ziel heisst Karratha. Die Temperaturen in der Nacht sind doch manchmal ein wenig ungemütlich und weiter Nordwärts werden auch die Nächte angenehmer. Unterwegs haben wir immer noch kein Känguru gesehen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Wiederum säumten viele Frühlingsblumen und auch wieder Termitenhügel unseren Weg. Einem Waran, welcher die Strasse überquerte konnten wir gerade noch ausweichen, so dass er sicher auf der anderen Strassenseite ankahm. Die weitere Reise beinhaltete Kilometer zu fahren um unser nächstes Ziel zu erreichen und eine Übernachtungsmöglickeit zu finden. Gegen 16:00 Uhr trafen wir auf dem Camping ein, auf welchem es zu unserem Erstaunen fast keine Leute hatte. An unserem Standplatz wurden wir von bunten Vögel begrüsst, welche sich lautstark bemerkbar machten. Wir planten für den nächsten Tag eine kurze Etappe ein, so dass wir am morgen etwas länger liegen bleiben können.

Das mit dem liegenbleiben, blieb ein Wunschtraum denn bereits um 7:00 Uhr fanden es die Kakadus lustig auf unserem Autodach mit ihren Schnäbeln zu klopfen und den neuen Tag zu begrüssen. Also raus aus den Federn und ab nach Port Hedland.

 

25.08.2018

Nachdem wir wiederum alles in unserm Auto verstaut und gesichert hatten fuhren wir weiter Richtung Port Hedland. Da wir auf dem Campingplatz keinen Kaffee bekamen und wir keine Freunde von Nescafe sind fuhren wir ca. 30km bis wir zur einer Tankstelle kamen und uns einen lang ersehnten Kaffee kaufen konnten. Gestärkt mit Kaffe und Sandwich ging unsere Reise weiter. Wiederum über lange Highways dieses Mal aber mit ein wenig mehr Verkehr als auch schon, vorallem viele schöne Lastwagen mit drei oder vier Anhänger kreuzten uns.

Nach ca. 2.5 Stunden kamen wir in Port Hedland an und waren fazienierd von der Güter-Eisenbahn die so gewaltig ist, dass kann man nicht mit Worten fassen. Dieser Zug hatte keinen Platz auf irgendeiner Fotografie daher habe ich ihn einfach so in meinem Kopf als Erinnerung. Nur damit ihr kurz eine kleine Vorstellung davon bekommt, er besteht hinten und vorne aus zwei Lokomotiven und ca. 200-300 Wagen hängen daran.

Gegen 13 Uhr erreichten wir unseren Campinplatz, wo wir uns für eine Nacht eincheckten. Anschliessend gingen wir zum Strand der wiederum fast Menschleer war. Nach unserem Strandspaziergang genossen wir einmal mehr das Nichtstun und liessen es uns gut gehen bei einem Glas Wein, bevor wir unser Abendessen vorbereiteten und uns anschliesend zu Bett begaben, da wir ja morgen wiederum eine längere Reise vorhatten.